Photos à partir Saint-Jean-Pied-de-Port

Via  les Pyrénées

 

Camino Frances

 

 

Bin ohne Sack gestartet, es ist windig, aber schön.

 

Grandiose Aussicht auf das, was hinter mir liegt.

 

Estoy en España!

 

 

 

 

 

Auf meinem Weg heute musste ich gegen allerlei Unbill ankämpfen. Zuerst begann es so stark zu winden, dass es mich zeitweise fast von der Strasse blies. Von allen Seiten probierte der Wind mich zu besiegen. Wenn er von vorn kam, konnte ich manchmal keinen Schritt mehr machen. Es stürmte die ganze Zeit über. Zudem setzte Regen ein. Zum Glück war es nicht kalt. Nass wurde ich trotzdem. Den Poncho hatte ich im Rucksack gelassen, den ich für die heutige Etappe transportieren liess, hatte also bloss die Regenjacke. Ich weiss nicht, ob der Poncho bei diesem extremen Wind überhaupt geholfen hätte, oder ob ich nicht vielleicht von einem Windstoss davongetragen worden wäre.
Bei einem Buchenwäldchen watete ich knietief - in gefallenen Blättern.
Die Höhenunterschiede sind auch nicht zu vernachlässigen: Auf 25 km Länge sind es ca. 1250m nach oben und am Schluss wieder 450m runter. Bin nun in Roncesvalles auf 962m

 

Der Wind wehte mir fast die Haare vom Kopf.

 

 

 

 

Bei einem Buchenwäldchen watete ich knietief - in gefallenen Blättern

 

Und das sieht man als erstes von dem kleinen Nest Roncevaux, wenn man durch den Wald absteigt. (Sehr viel mehr hat es auch nicht.)

 

Wenn die Wege nicht grade Bäche waren, sahen sie heute zum Teil so aus.

 

 

So und ähnlich haben die Wege heute ausgesehen. Regen und Gewitter den ganzen Tag. Und heute hatte ich zum ersten Mal nasse Füsse. Es war gar nicht gemütlich zum Laufen. Deshalb ging ich nicht soo weit.

 

 

Zusammen mit dieser Gruppe Spaniern bin ich in Zubiri angekommen. Einzige offene Herberge ist jene der Pfarrei, kalt, ungemütlich, aber trocken.

 

 

Gestern Abend gabs ein opulentes Mahl mit Renaud aus Frankreich, Han aus Korea, Jo und Chris aus Australien, Anna-Katharina aus Polen in Deutschland lebend, Jamie aus Amerika, Samuel und mir aus der Schweiz.

 

Jo und Chris aus Australien

 

Auf der Puente de Magdalena in Pamplona. Ein Spanier hat das Bild gemacht. Er hat mich auf den richtigen Weg gebracht, weil ich vor lauter schönen Häusern die Muscheln nicht mehr sah.

 

 

 

Nach einem Rundgang in der Kathedrale und in der Stadt Pamplona, die eine wirklich schöne Altstadt hat, gings dann weiter.

 

 

Mit Gari und Agnès unterwegs.

 

Ein Regenbogen - ein Versprechen für schöneres Wetter?

 

 

 

 

 

 

 

Um 13.10 Uhr, sehr pünktlich, fuhr ich im Zug ab Richtung Santiago. Knieschmerzen lassen im Moment keinen Marsch mehr zu. Nach Besprechung mit diversen Pilgern habe ich beschlossen, mit dem Zug bis Burgos zu fahren, mich dort mindestens 3 Tage auszuruhen und dann den Weg wieder aufzunehmen. Das fehlende Stück (221,6km) wird später mal nachgeholt.

 

 

Burgos. Sicht aus meinem Hotelfenster. Werde jetzt frühstücken gehen und dann etwas die Stadt besichtigen. Es ist grau und frisch und sieht nach Regen aus. Mein Knie schmerzt, habs grad mit Niflugel eingerieben.

 

 

 

 

Burgos

 

 

Die Kathedrale von Burgos ist gewaltig gross und sehr, sehr schön, aussen und innen.

 

Decke in einer Seitenkapelle.

 

Hauptaltar

 

Kreuzgang

 

Auf meinem Weg zum Markt kam ich an verschiedenen schönen Gebäuden und Plätzen vorbei.

 

 

 

 

Über diese Treppen (autsch, meine Knie!) entlang der Ringmauer gelangte ich zum Castillo. Von dort aus hat man einen fantastischen Ausblick über die Dächer von Burgos.

 

 

Man begegnet in Burgos vielen solchen Figuren aus Bronze. Manchmal muss man wirklich zweimal gucken, ob das jetzt nicht doch ein lebendiger Mensch ist

 

 

 

 

 

 

 

Nach dieser Anstrengung ruhe ich mich nun -Beine hoch gelagert,  Knie mit Voltarensalbe eingeschmiert- im Hotel aus. Vorher habe ich aber noch gut gespeist im Restaurant 'La Mafia'.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und immer wieder sieht man einen Teil der Kathedrale.

 

 

Arco de Santa Maria

 

Paseo del Espolón

Burgos

 

 

 

Schon bemerkt? Die Sonne scheint! Trotzdem ist es kaum 10 Grad. Habe mich mit Vorräten eingedeckt für morgen, da wird nämlich weiter gewandert. Meinen Knien hat die längere Pause gut getan. Muss sie aber weiterhin mit Salben behandeln, die Schmerzen sind noch nicht vollständig weg. Saludos

 

 

 

So kann man den Weg wirklich nicht verfehlen. Dreifach wird er angezeigt.

 

 

 

 

So präsentiert sich der Weg heute. Es nieselt leicht. Ich treffe Elisabeth aus dem Tösstal. Wir laufen ein Stück zusammen. Beim Mittagshalt gibt es eine Überraschung. Ich treffe Quentin, le pèlerin aus Genf wieder.

 

Einige Pilger suchten Schutz vor dem einsetzenden Regen. Daniela aus der Schweiz ist auch dabei.
Ich bin in Hornillos del Camino, habe mit spanischen Leuten Zmittag gegessen und mein Knie eingesalbt.

 

 

Und plötzlich taucht ein Dorf auf: Hontanas. Da stärke ich mich mit einem feinen Bocadillo al jamón. Mmh

 

 

Unterwegs ab Hornillos del Camino sieht es heute so aus. Viel flaches Land, kein Regen, etwa 10 Grad. Angenehm zum Wandern.

 

 

Immer der Strasse entlang treffe ich auf die Ruinen des Klosters San Antón aus dem 15. Jh. Die Strasse führt wirklich mitten durch das Bogengewölbe, das damals Kirche und Kloster verband.

 

 

 

 

Und gleich darauf kann ich bereits mein heutiges Ziel erkennen: Castrojeriz. Das Bild täuscht, es sind immer noch fast 3km bis zum Refugio.
Da sitze ich jetzt und warte auf den Hospitalero. Es ist schön warm. Mein Knie hat heute gut mitgemacht, dafür spüre ich beide Füsse brennen. Es war halt viel Strasse und am Anfang viel Schlamm, der sich mit den Sohlen verklebte und so die Schuhe immer schwerer werden liess.

 

 

 

 

 

Gemeinsam eingekauft, Znacht gekocht und zusammen mit Antonio, Diana, Garbiñe und Oscar gegessen.

 

 

 

Vor unseren Betten in dem wunderbar gemütlichen Dormitorio des Refugio municipal. Wir sind nur 5 in einem Saal mit 20 Betten. Sehr schön und sehr warm.

 

Heute bin ich mit den Leuten von gestern Abend unterwegs. Erst kommt eine leichte Steigung, danach wird es flach bis auf einen kurzen 18%igen Abstieg auf Betonstrasse.

 

Im Sonnenschein kommen die verschiedenen Farbtöne erst so richtig zur Geltung.

 

 

Das letzte Stück führte entlang dem Canal de Castilia und das ca 5km geradeaus.

 

 

 

Angekommen in Frómista nach 26km! Die Kirche ist offen, man kann sie besichtigen, sehr eindrücklich. Ich gehe mit einem Franzosen essen, der in die Gegenrichtung wandert.

 

Ihm durfte ich heute Gesellschaft leisten, mal wieder mit Hut, da die Sonne den ganzen Tag schien, es war fast 18 Grad warm!

 

 

Die ganze Strecke heute führte der Strasse entlang, fast immer geradeaus. Gegen 14 Uhr tauchte Carrión de los Condes auf, unser heutiges Ziel. Bin immer noch mit meinen spanischen amigos unterwegs. Qué es el Camino? Caminar y caminar, pensar y pensar.

 

 

 

 

 

 

Sor Leonor empfing uns sehr freundlich und schenkte allen eine Medaille milagrosa mit der Virgen Maria.
Hier in der Herberge des Klosters Espiritu Santo fühlt man sich sehr wohl. Wir essen zusammen Suppe und lachen viel. Garbiñe muss in ein anderes Bett umziehen, weil ihr ausgewähltes bei jeder Bewegung knarrt. Es hat 15 Betten, davon sind 6 besetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zu einem neuen Ziel gibt es  wieder Schönes zu sehen.

 

Und viel Weite, geradeaus, Schotterweg. Um 5 Uhr sind wir in Terradillos de los Templarios. Treffen noch auf einen neuen Pilger aus Deutschland.

 

 

 

Zeigt her eure Füsse, zeigt her eure Schuh! Zwei davon werden heute den Bus nehmen bis León. Einer ist neu dazu gekommen, und für alle heisst das Ziel Santiago. Solchen gelben Pfeilen werden wir bis dort folgen.

 

 

In Sahagún lasse ich mich mit einem alten Stab und Wasserflasche ablichten.
Gemeinsam mit Garbiñe wandere ich noch bis Calzada del Coto. Wir sind ganz allein in der kleinen Albergue.

 

Marco ist gestern aufgetaucht, wandert aber etwas schneller als wir. Bis Sahagún ist er mit in unserer Gruppe, die sich heute auflöst, weil Oscar und Diana in Zeitnot geraten und daher ein Stück mit dem Bus fahren.

 

 

Keine Erdhäuser, in denen jemand wohnt, sondern Weinkeller.

 

 

Häufig sah die Strecke heute so aus: flach, entlang der Strasse, die aber wenig befahren war. Es begannleider auch wieder leicht zu regnen.

 

 

Heute waren wir wieder als Regenzwerge unterwegs. Es regnete den ganzen Tag. Dazu kam gegen Mittag ein kühler Wind auf. Die Aussicht war immer wieder ganz ähnlich: rechts die sehr wenig befahrene Strasse, noch weiter rechts die Autobahn und die Eisenbahn, links Platanen, sonst viele verschiedenfarbige Felder, etwas eintönig, aber schön.

 

 

 

Unterwegs mit Garbiñe spreche ich spanisch, das ist sehr anstrengend, weil ich immer nach den Wörtern suchen muss. Aber es macht auch viel Spass und ist Gratisunterricht. Um 17 Uhr sind wir in der tollen Herberge in Reliegos angekommen.

 

 

Teiche mit Fröschen, die nicht quaken, weil es zu kühl ist.

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 16. November 2011

Photos a partir de LEONE

 

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